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Wolfgang Krebs und die Bayrischen Löwen

Wolfgang Krebs & Die Bayerischen Löwen

Lechauhalle, 86916 Kaufering   -  10.07.2015 

Zum Schluss des Abends singt auch ein Horst Seehofer: Wolfgang Krebs und die Bayerischen Löwen . © Jais
Zum Schluss des Abends singt auch ein Horst Seehofer: Wolfgang Krebs und die Bayerischen Löwen . © Jais


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Ein Artikel aus dem "Kreisboten Landsberg"

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Seehofer, Stoiber und der Schorsch

 

 

Dann ist es aber Zeit für den bayerischen Defiliermarsch. Wolfgang Krebs, bekannt als Parodist von Stoiber und Seehofer, tritt in der Lechauhalle in Kaufering „vor 3000 Gästen“ auf die Bühne; diese Zahl sei vom ADAC geliefert worden, frotzelt der Kabarettist. Bleiben wir bei der Wahrheit:


Es sind gut 300 Leute an diesem Abend, der unter dem Motto steht „Marsch und Ministerpräsidenten – so a Riesengaudi“.

Die Baustellen und der Stau auf der A 96 von München nach Landsberg seien der Grund dafür, dass doch noch etliche Stühle leer geblieben seien, sorgt Krebs für Heiterkeit im Saal.

Als Ministerpräsident werde ein Horst Seehofer dafür sorgen, dass in Landsberg und Kaufering noch mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Dann brauche keiner mehr „in die Stadt zu fahren, in die eh keiner will“, lästert der Kabarettist, der selbst auf dem Land wohnt, in seiner Rolle als Landesvater. Viel Politisches kommt an diesem Abend auf das Tablett. Da meint ein Horst Seehofer über Umweltministerin Ulrike Scharf: „Der Name ist Programm“. Sie sei die schärfste in der Staatsregierung. Die ehemalige Chefin der Staatskanzlei, Christine Haderthauer, bekommt ebenso ihr Fett weg wie Verkehrsminister und Wahlkreisabgeordneter Alexander Dobrindt. Der verkaufe das Thema Maut gar schlecht. Und im Fernsehen, da tauge der Dobrindt allenfalls „als Dummy für den siebten Sinn.“ Krebs lässt den bayerischen Landesvater auch über die politische Zukunft spekulieren. Mit Blick auf die Wahl 2018 erklärt dieser eindeutig zweideutig: „Ich kandidiere nicht mehr – aber auch nicht weniger“. Aus dem Lachen gar nicht mehr heraus kommen die Zuhörer in der Lechauhalle, wenn Krebs den Ex-Ministerpräsidenten Stoiber gibt, in dessen Rede ein Versprecher auf den anderen folgt. „Das Fundament ist die Basis aller Grundlagen“, gibt Krebs in seiner Paraderolle zu verstehen. Er nimmt den Begriff vom „ausgeglichenen Saustall“ in den Mund und ver- bessert sich stotternd: „ausgeglichener Haushalt“. Bester Politwitz ist der Ausspruch: Griechenland hat die Demokratie erfunden. Darauf verzichten wir in Bayern seit Jahren aus gutem Grund.“ Mittlerweile „vögeln es die Pfeifen von den Dächern“, was Stoibers politische Bedeutung („die Lady Gaga der bayerischen Politik“) als Zugpferd in Bierzelten angeht. Insofern sei es angezeigt, die Lechauhalle in Kaufering in die Edmund-Stoiber-Halle umzubenennen. Der Übergang am Lech sollte bei gleicher Gelegenheit zur Franz-Josef-Strauß-Brücke deklariert werden. Ein Lob für Kaufering hat der Stoiber in seiner Rede auch parat, wenn er von „diesem schönen Ort hinter den Lärmschutzwänden spricht. Günther Beckstein, den Krebs viele Jahre parodiert hat, kommt beim Auftritt in Kaufering gar nicht mehr vor. Jeweils nur mit ein oder zwei Sätzen imitiert der 48-jährige Kabarettist den Ex-Kanzler Kohl, den früheren Außenminister Genscher und den so staatsmännisch auftretenden Bundespräsidenten Gauck. Vereinsmeier Die dritte Hauptrolle neben Seehofer und Stoiber kommt in Krebs aktuellem Programm der Figur des Scheberl Schorsch zu, der als Vorsitzender aller 30 Vereine in seinem altbairischen Heimatdorf die geballte Intelligenz auf sich vereint. Und der ebenfalls einen Wortdreher nach dem anderen hervorbringt – etwa Schnitzelschnackselheizung“ anstatt der Hackschnitzelheizung. Oder der nach dem alles andere als wohlklingenden Choral „Ich hatt‘ einen Kameraden“ mit Kranz auf die Bühne kommt und die Trauerrede für den verstorbenen „Dankwart“ halten darf, die er mit den Worten „Liebe Hintergangenen“ einleitet. Der Abend mit Wolfgang Krebs und den Bayerischen Löwen in Kaufering: Der Polit-Parodist aus dem Allgäu zeigt sich ebenso in Top-Form wie die fünf frisch und frech spielenden Musikanten der Formation Bayerische Löwen, die auch den „Kini“ aufs Korn nehmen. Die fünf Männer können auch vorzüglich A cappella singen. Deftige Sprüche und knackige Wortverdreher des Hauptakteurs wechseln mit deftigen Stücken des Bläser- und Sängerquintetts – eine stimmige Mischung. Und dass Wolfgang Krebs neben den Polit- größen Seehofer und Stoiber auch die Nummer mit dem gar so gschaftig daherredenden Vereinsvorstand Schorsch Scheberl im Programm hat, ist allemal eine Bereicherung. Der Kabarettist schaut eben nicht nur Politgrößen, sondern genauso dem normalen Volk aufs Maul.

Johannes Jais

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Artikel aus der "Augsburger Algemeinen":

 


Stoiber und die Löwen

Wolfgang Krebs brachte musikalische Unterstützung mit Von Romi Löbhard

             
Paraderollen Seehofer und Stoiber– Wolfgang Krebs.
Foto: Romi Löbhard

Horst Seehofer, ein Ehrenamtlicher und vor allem Edmund Stoiber: Letzterer ist halt schon Wolfgang Krebs’ Paraderolle. Da ist der Kabarettist in seinem Element, da redet er sich in Rage – ganz wie das parodierte Vorbild eben. Jetzt gastierte Krebs alias Stoiber oder auch Seehofer in der Kauferinger Lechauhalle. Mit ihm auf der Bühne: „Die Bayerischen Löwen“, ein niederbayrisch/oberpfälzisches Blechquintett, das im Lauf des Abends zu beträchtlicher Form auflief.

Zunächst also „Seehofer“, der Selbstdarsteller, bei dem jeder zweite Satz mit „Ich“ beginnt und der die Kabinettskollegen so schön durch den Kakao ziehen kann. Ein Ministerpräsident, der den Oberpfälzern ein „Superinternet“ verspricht, wo die doch noch nicht einmal an die Kanalisation angeschlossen sind.

Nach ein paar eigenen Weisheiten und Ausblicken, beispielsweise auf zukünftige Onlinewahlen, „von der NSA bearbeitet“, bekommen die Zuhörer – die Lechauhalle war längst nicht voll besetzt – Besuch von einem „Ehrenamtlichen“ aus einem Dorf mit nicht aussprechbarem Namen. In allen 30 Vereinen an vorderster Front, fühlt der sich natürlich prädestiniert für das Sprachrohr der Gemeinde. Es wird auf „de vom Neubaugebiet“ geschimpft, die sich natürlich nicht engagieren. Allerdingsi waren seinerzeit, „bloß die zwei SPDler im Ort“ gegen dessen Ausweisung. Und wie werden die abwanderungswütigen Jugendlichen am jwd-Ort gehalten. Die kriegen Freibier und saufen, bis keiner mehr den Realschulabschluss schafft. „De bleim alle da.“

Und wie endet die Rede eines Ehrenamtlichen am Grab eines durch Unfall zu Tode gekommenen Verblichenen? Die wahrlich Leidenden sind nicht Witwe und Kinder. Es ist der Unfallverursacher, ein mehrfacher Vereinskamerad, um den es sich trefflich weinen lässt. Dann aber „Stoiber“: Erst schwingt er eine Rede zum Jubiläum der Augschurger Puppenkiste, bis er aufgeklärt wird, dass er ja beim Schreiber ist. „Sie sind das falsche Publikum“, folgert der Krebs-Stoiber daraus. Beim Ausflug in die große Politik sind natürlich unsere beiden Oberostler dran. „Die haben Demokratie auf dem zweiten Bildungsweg gelernt.“ Und schon geht es wieder zurück, Bayern gibt halt doch mehr her und Themen gibt es viele. Krebs schwingt sich vom „G-Murcks“ zu fahrerlosen Autos, fragt sich, seit wann in bayerischen Familien deutsch gesprochen wird. „Castoren unter die Staatskanzlei“, ist seine Devise, „dass die auch einmal besonders hell strahlt“.

Ein wenig Lokalkolorit - „worüber ärgert sich der Kauferinger“ - wird gestreut, der Gründonnerstag zum „Veggieday“ ausgerufen. Und die bekannten, kultigen „zehn Minuten“ sind immer und überall präsent.

Zwischendurch ziehen die Bayerischen Löwen eine Show ab, die einiges beinhaltet und von der sich die Zuhörer schnell mitreißen lassen. Da werden unser aller Kini und die Chippendales aufs Korn genommen, beschreiben die fünf ganz trefflich eine „Bewegungsfahrt“ der Feuerwehr mit anschließendem Echteinsatz, für den keiner mehr fahrtüchtig ist.

Sie beherrschen nicht nur ihre Instrumente perfekt, sondern können auch trefflich singen. Das ermöglicht dem Quintett, Musikstile und -richtungen wild zu mischen. Ernst Mosch geht eine Symbiose mit Lousiana-Jazz ein, der Bayerische Defiliermarsch endet irgendwo zwischen Funk und Punk.

Tosender Applaus für Krebs und Löwen.


Wolfgang Krebs und die Bayrischen Löwen

Publikum und Künstler waren begeistert !

 

Wolfgang Krebs & Die Bayrischen Löwen nach der Veranstaltung in 0der Lechauhalle zusammen mit Bernhard und Martina Schloemer

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