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Kauferinger Kulturzelt 2017

Pressestimmen zum Kauferinger Kulturzelt 2017 :

Ein Artikel aus der Augsburger Allgemeine (Landsberger Tagblatt)

von Thomas Wunder

 

2017-09-06 14:57:00.0

Kaufering

Schnell, laut, voller Energie und dann auch noch Yoga

 

LaBrassBanda spielen einen Mix aus Volksmusik, die sie mit Techno, Ska-Punk, Reggae und Brass vermischen. Das kommt im Kauferinger Bierzelt gut an. Von Thomas Wunder

Barfuß, in Lederhosen und wild: LaBrassBanda im Kulturzelt Kaufering. Foto: Thorsten Jordan
Barfuß, in Lederhosen und wild: LaBrassBanda im Kulturzelt Kaufering. Foto: Thorsten Jordan

 

Dann machen sie tatsächlich Yoga. Oder vielleicht doch eher so etwas wie Tai-Chi. Egal. Nur es ist so ruhig im Zelt. Gerade eben war es laut, richtig laut, voller Energie: bebender Boden, wild fuchtelnde Hände. Und jetzt Yoga. Schlagzeuger Manuel Da Coll und Bassist Fabian Jungreithmayr machen die Bewegungen vor und die Zuschauer, die vor der Bühne stehen, machen sie nach. Ist das wirklich ein La-BrassBanda-Konzert? Ja, ist es. Denn gleich geht es weiter, schnell, laut und voller Energie.

 

Vor zehn Jahren war sie noch ein Geheimtipp. Zehn Jahre später ist der Mix aus bayerischer Volksmusik mit Ska-Punk, Techno, Reggae und Brass in den Charts und füllt Bierzelte. Rund 1500 Leute sind nach Kaufering gekommen, um LaBrassBanda zu sehen: Jung und Alt, Blasmusiker und Rocker, Banker und Maurer. Die Musik der siebenköpfigen Band vereint nicht nur musikalische Stile, sondern auch Menschen aller Art. Sie alle hören auf Stefan Dettl. Er ist der Kopf der Band, singt und spielt die Trompete. Wenn er „Springen!“ ins Mikro brüllt, dann springt man.

 

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Es geht ab wie auf einem Metal-Konzert

 

„Singt’s auße und habt’s a guade Zeit“, ruft er zu Beginn des Konzerts. Dann legen er und seine Kollegen los. Dettl spielt die Trompete in einer unfassbaren Schnelligkeit, und auch die Texte in bayerischer Sprache spuckt er in einer Geschwindigkeit aus, dass sie kaum zu verstehen sind. Anstatt groß mitzusingen, springen und tanzen die Fans vor der Bühne eben mit. Wenn sich die jungen Burschen dabei gegenseitig rempeln und im Kreis hüpfen, dann erinnert das an ein Metal-Konzert, kurz danach, wenn es ruhiger wird, und Reggae-Klänge zu hören sind, fühlt man sich wie in einer Bar am Strand von Jamaika.

 

Die Konzerte von LaBrassBanda sind Energie pur. Doch bei aller Wildheit wird schnell klar, dass absolute Profis auf der Bühne stehen. Vollblutmusiker mit Hochschulabschluss in Tuba, Posaune oder Trompete. Trotz des wahnwitzigen Tempos verstehen sie es, synchron zu spielen und dabei nicht außer Puste zu kommen. Gesungen wird sensibel oder brutal. Etwas dazwischen könne der Bayer nicht, klärt Stefan Dettl auf.

 

Die Vorbands sind auch nicht alltäglich

 

Bei „Ujemama“ vom neuen Album „Around the World“ versucht es der 36-Jährige mal sensibel. Brutal wird es dann bei altbekannten Titeln wie „Bayerischer Techno“ oder „Autobahn“. Das Publikum vor der Bühne rastet teilweise aus, es wird schweißtreibend, nicht nur auf der Bühne, sondern auch davor. Zeit für Entspannung. Yoga eben. Gut zwei Stunden dauert das Konzert, nach drei Zugaben und einer LaBrass-Banda-Version der Titelmelodie der Fernsehserie „Captain Future“ verabschieden sich Dettl & Co. aus Kaufering.

 

Nicht nur LaBrassBanda werden an diesem Abend umjubelt, sondern auch die Vorband. Denn nach „Cheerio Joe“ aus Fürstenfeldbruck überzeugen „folkshilfe“ aus Oberösterreich mit Quetschen, Gitarre und Schlagzeug. Auch ihr Sound basiert auf Volksmusik, ist energiegeladen und kombiniert verschiedene Musikstile. Das gefällt auch Stefan Dettl, der das Konzert am Bühnenrand verfolgt und später sagt: „Die müsst’s euch merken.“

 

Der Kreisbote Landsberg schreibt:

(Zwei Artikel von Susanne Greiner.)

 

Im Kulturzelt Kaufering

 

Urin fürs Ohrläppchen

 

05.09.17

Zahlreiche Auszeichnungen hat die Münchener Kabarettgruppe Couplet-AG schon erhalten. Im Kauferinger Kulturzelt zeigten sie derb-skurrilen Humor. Von links: Bernhard Gruber, Jürgen Kirner, Bianca Bachmann und Berni Filser. © Greiner
Zahlreiche Auszeichnungen hat die Münchener Kabarettgruppe Couplet-AG schon erhalten. Im Kauferinger Kulturzelt zeigten sie derb-skurrilen Humor. Von links: Bernhard Gruber, Jürgen Kirner, Bianca Bachmann und Berni Filser. © Greiner

 

Kaufering – Den Schubeck mögen sie nicht bei der Couplet-AG. Den Söder gleich gar nicht. Deftig preisen die vier Künstler „A Zapferl Söder-Rektal“ an, ziehen Eigenurin-Heilige durch den Kakao oder die geheime Peitschen-Vorliebe der Nachbarin vor die Kamera. Am besten sind sie, wenn’s richtig derb wird. Oder wenn Jürgen Kirner als Verrückter im Bademantel im Absurden schwelgt. Den gut 350 Besuchern im Kauferinger Kulturzelt gefällt‘s. Aber so richtig platzt der Knoten erst zum Schluss.

 

Eigentlich sollte es ja ein Singspiel werden. Aber die Couplet-AG entscheidet spontan um – und spielt das Beste aus 24 Jahren bayerischem Kabarett. Sie orientieren sich an den Volkssängern der Wirtshäuser. Die kommentierten anno dazumal das aktuelle Geschehen, sowohl die große Politik als auch das klein Private. Gern in Form des Couplets. Der dieser Liedform eigene zynische Grundton passt den Vier von der Couplet-AG wie eine zweite Haut. Denn was im Ohr so volkstümlich wirkt, wird durch die Texte kunstvoll. Und sich auf der Bühne so der Hässlichkeit des biederen Alltags hingeben zu können, erfordert wahres Können. Was der Couplet-AG bereits in zahlreichen Auszeichnungen bestätigt wurde.

 

Da ist das Trinker-Ehepaar aus Wien. Oder die „sensationell durchschnittlich aussehende Lochbichler, Maria“. Die packt vor der Kamera ihre sexuellen Neigungen in Peitschenform aus. Der Heilige aus der Oberpfalz mit „einem Glas Eigenurin, gezapft vom Morgenstrahl“. Wenn Bianca Bachmann die fragwürdige Flüssigkeit den Zuschauern ans Ohrläppchen reibt – „ist noch warm“ –, ist kreischendes Lachen zu hören. Und dazwischen Kirner alias Bademantel-Irrer, der wahlweise seine Niere oder Rente sucht: „Nicht der Merkel geben. Die ist eine Urgroßnichte vom Ulbrich.“ Oder auch eine Wasserpflanze aus Griechenland. Irrsinnig und witzig und irgendwie verwirrend.

 

In Bachmann und Kirner scheinen unendlich viele Rollen zu schlummern. Singende Proleten, der Moderator mit Schleimstimme oder die Sängerin, die Bayerisch wie Chinesisch klingen lässt. Die sie begleitenden Musiker Bernhard Gruber und Berni Filser bilden den Hintergrund, perfekt bis zur Maultrommel. Keine einfache Unterhaltung. Das braucht Zeit.

 

Und so steigt die Stimmung im schwach besuchten Kauferinger Kulturzelt bis zum letzten Lied – in dem sich das Lachen im gemeinsamen Singen entlädt.

 

Heute Abend (5. September) sorgt LaBrassBanda für Stimmung im Kauferinger Kulturzelt. Einlass ist ab 18 Uhr.

 

Susanne Greiner

 

LaBrassBanda tanzt mit 1.500 Besuchern im Kauferinger Kulturzelt:

 "So, als ob kein Mensch zuschaut"

06.09.17

LaBrassBanda im Kauferinger Kuturzelt
LaBrassBanda sorgte am Dienstag im Kauferinger Kulturzelt für gute Laune und brachte mit ihrem Alpen-Jazz-Techno über 1.500 Zuhörer zum Tanzen.  © Greiner

 

 Kaufering – ­LaBrassBanda, das ist mitreißender Alpen-Jazz-Techno im Bierzelt, Funk, Brass, bayerische Texte. Und vor allem: Spaß. Den hatten am Dienstagabend im Kauferinger Kulturzelt über 1.500 Besucher. Vom ersten Trompetenton an tanzte das Publikum. Und machte sogar Yoga nach Anleitung samt Kollektiv­umarmung. Wären die Liedtexte zum Mitsingen, hätten das sicher alle getan. Aber so schnell wie die Songtexte im präzisen Staccato aus Sänger Stefan Dettls Mund spritzen, kommt eben kaum einer hinterher.

 

Vorbei die Zeiten, als LaBrassBanda die Vorband war – heute haben sie selbst Vorbands. In Kaufering waren das „Cheerio Joe“ aus Fürstenfeldbruck und anschließend „folkshilfe“ aus Österreich. Mit Quetschn, Gitarre und Schlagzeug spielt die Band Songs aus dem Album „Bahö“, österreichisch für „Tumult“. Und das passt: energiegeladen, mit Einschlag zur Volksmusik machen sie Quetschn-Synthi-Pop – denn in der Steirischen sitzt ein Synthesizer. Auf jeden Fall bemerkens- und merkenswert.

 

Und dann LaBrassBanda. Zehnjähriges feiern sie heuer. Aber langsamer sind die Songs deshalb nicht. Natürlich ist alles professioneller, schließlich sind sie ja nicht mehr mit Moped und Traktor auf dem Weg nach ­Wien wie noch 2008. Aber der Charme der „Jungs von nebenan“ ist geblieben. Und obwohl das neue Album „Around the World“ seit heuer im Handel ist, sind es vor allem zwei altbekannte Titel, die das Publikum zum Ausrasten bringen: „Bayerischer Techno“ und „Autobahn“. Tanzen heißt hier schwitzen. Trotzdem macht jeder mit. Vom Kleinkind bis zum Renter.

 

Neben Dettl sind Jörg Hartl und Korbinian Weber an der Trompete, Stefan Huber wummert mit seiner Tuba den Zwischenschlag für den bayerischen Techno-Rhythmus und Manuel Winbeck turnt gekonnt an der Posaune. Am Schlagzeug schlägt Holländer Manuel Da Coll – und ja, er ist schon von Anfang an dabei. Also doch keine reine Chiemgauer Band. Vor Auftritten macht Manuel immer Yoga. Und deshalb gibt’s bei La­BrassBanda-Konzerten inzwischen auch Kollektiv-Yoga. Den Bass schließlich übernimmt der Österreicher Fabian Jungreithmayr. Der kann auch noch versaute Witze erzählen. Und wenn einer zu „­s­chiach“ ist, gibt’s als Warnsignal für Kinder ein Händewackeln.

 

Der Aufhorcheffekt bei der Musik von LaBrassBanda ist natürlich inzwischen etwas verschwunden. Aber egal: Die Musik der Band macht in ihrem Wahnwitz-Tempo glücklich. Und darum gehe es auch, meint Dettl: „Die Musik muss aus einem raus. Und dann muss man tanzen. So, als ob kein Mensch zuschaut.“

 

Susanne Greiner

 

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